Akupunktur

Zur Akupunkturbehandlung werden sehr dünne Nadeln in wenige, ausgewählte Punkte so gut wie schmerzfrei eingestochen, um das zuvor festgestellte Ungleichgewicht wiederherzustellen. Je nach Erfordernissen werden bis zu 15 Nadeln verwendet. In der Regel liegen diese 20 bis 30 Minuten, manchmal auch länger. Bei Kindern genügen 1 bis 20 Minuten. Ein weiteres Behandlungsverfahren, das zusammen mit der Akupunktur oder auch getrennt für sich durchgeführt werden kann, ist die Moxibustion. Hierbei wird Wolle aus den Blättern des Beifuss auf den Nadeln oder mit Unterlage (Knoblauch oder Ingwer) über Akupunkturpunkten verglüht. Diese besonders heilsame Wärme stärkt den Organismus.

Die Moxibustion kommt vor allem bei Mangel-Kälte-Syndromen zum Einsatz, stimuliert das Immunsystem, vertreibt Kälte, löst Feuchtigkeit und beseitigt Qi- und Blut-Stagnation. Aus westlicher Sicht wird die Gewebedurchblutung verbessert und der Gewebestoffwechsel angeregt.

Das Ziel einer Behandlung durch traditionelle Chinesische Medizin ist es, den ganzen Menschen zu behandeln und nicht eine lokale Krankheit, denn auch sie ist eingebunden in den ganzen Organismus. Jede Störung hat eine individuelle Entwicklung und hat sich auf der individuellen Geschichte eines Menschen entfaltet. Auch wenn wichtige Symptome wie z.B. Migräne gleich sind, so sind die Ursachen doch meist vielfältig und unterschiedlich. Deshalb muss auch die Therapie unterschiedlich sein.

Im Allgemeinen hat sich gezeigt, dass die folgenden Störungen sehr gut auf Akupunktur ansprechen: Schlaflosigkeit, Stresserscheinungen, Energielosigkeit, Schmerzzustände (akute und chronische), hormonelle Störungen, funktionelle Erkrankungen, chonische Rhinitis, Allergien, Heuschnupfen, Autoimmunkrankheiten, Unfruchtbarkeit, Alterserscheinungen sowie Kindererkrankungen.